Einspeisevergütungsgesetz

Der Kanton Aargau hat neuerdings die individuellen Förderbeiträge für Photovoltaikanlagen (bislang: Sfr.1'500 pro Anlage unter strengen Auflagen) gestrichen. Warum?

Wichtig zu verstehen ist, dass diese Förderbeiträge immer aus einem speziellen Topf gedeckt wurden, quasi als Übergangslösung während die Revision des Stromversorgungsgesetz in Bearbeitung war. Diese wurde am 01.01.2008 in Kraft gesetzt. Bislang hat man eine Überkapazität am Stromversorger verkaufen können, allerdings nur im Sinne eines 'Negativverbrauchers', d.h. man hat pro kWh die gleiche (zB) 15 Rp. gesetzlich zugesichert bekommen die man selber für den Verbrauch bezahlt hat.

In dieser Revision ist jetzt eine Einspeisevergütung geregelt, die mit einem Mindestbetrag von 59 Rp/kWh erheblich mehr Sinn macht. Zwar sind die tatsächlichen Kosten für eine PV Anlage mit vernünftigem Anlagehorizont (zB 15 Jahren) noch immer höher, aber immerhin kommt jetzt gewissermassen eine Marktwirkung zum Tragen. Das heisst: Sie als Besitzer einer PV Anlage schliessen einen Produzentenvertrag mit dem Stromversorger ab, dass er Ihnen den ökologischen Mehrwert abkauft und auf dem Strommarkt vermarkten darf. Sie erhalten einen höheren Preis als Sie sonst selber zahlen müssten, aber der Stromversorger wird motiviert, mit diesem ökologisch produzierten Strom einen höheren Marktwert zu erzielen - vielleicht sogar mehr als 59 Rp, wo dann natürlich seinen Gewinn entsteht.

So gesehen ist es einerseits schade, dass die bisherige Sfr.1'500 Subvention entfallen, andererseits ist es langfristig für allen Beteiligten von Vorteil und die Umwelt ist die lachende Dritte.