IG Solar dankt Paul Hofer mit Ausflug zum Mont Soleil

Während der GV'09 bedankte sich der Vorstand vom IG Solar bereits beim Paul Hofer, für den Einsatz und die immer freundliche Zusammenarbeit als Vorstandsmitglied seit Anfang. Dieses Wochenende löste er sein Versprechen ein und lud Paul zu einem Ausflug mit feinem z'Mittag zum Mont Soleil und das Windkraftwerk Juvent im Berner Jura.

Der Wanderweg von Mont-Soleil bei St.Imier nach Mont-Crosin im Berner Jura führt an zwei interessanten Energieprojekten vorbei.

Beim Mont-Soleil befindet sich das gleichnamige Solarprojekt, das in einer schweizweit einzigartige Grösse das Potential und die wirtschaftliche Machbarkeit von Photovoltaik aufzeigt. Auf einer Landfläche von 20'000m2 liefern 4'500m2 monokristalline PV-Module eine Leistung von 500 kWp oder 600 MWh pro Jahr - genug für 200 Durchschnittshaushalte.

Die Anlage dient primär Forschungs- und Entwicklungsziele und umfasst u.a. eine Langzeit-Testanlage verschiedener PV Anlagen von unterschiedlichen Technologien und Herstellern, wo Preis und Leistung unter realen Bedingungen verglichen werden können.

Die Anlage wurde 1992 erstellt und kostete etwa 9 Mio SFr (davon 44% für die Solarzellen) die massgebend von den beteiligten Energiewerken (BKW, AEW, EWB, ABB und viele andere) gedeckt wurden.



Ein schöner Wanderweg durch die typische Jurassische Landschaft auf 1300müM führt vorbei an den Windkraftwerken des Juvent, die mit ihren zum Teil 30 meter langen Rotorblättern und 100m Höhe einen eindrücklichen Beweis vom Potential der Windenergie darstellen. Wie wir schnell berechneten, würden zwei solche Windturbinen reichen um Safenwil von 100%ig nachhaltiger Strom zu versehen. Mit bis zu 1'750 kW Leistung pro Turbine leistet die gesamte Anlage 9'000 MWh pro Jahr - genug für 3'000 Durchschnittshaushalte und wird als erneuerbare Strom zu markgerechten Preisen an den Endverbraucher verkauft.

Dank dem Erfolg des Projekts wird das Windkraftwerk Juvent bis Ende 2010 um weiteren 8 Windturbinen erweitert und dann beeindruckende 40'000 MWh/Jahr liefern.

Unsere Wandergruppe musste sich dann noch kurz anstrengen um die Erklärungen auf französisch richtig einzuordnen. Demnach haben Turbinen der neueren Generation einen effektiven Wirkungsbereich bei Windstärken zwischen 2m/s und 20m/s und können dank einer vollautomatischen Steuerung der Rotorblätter und einem Getriebe eine konstante 690V Betriebsspannung bei variierender Leistung geben. Überraschenderweise drehen sich die Rotoren bei stärkerem Wind langsamer dafür mit grösserer Übersetzung.