Zehn Vereinsmitglieder lassen sich das Wasserwirbel-Kraftwerk Schöftland erklären

Wie damals im März, beim Besuch des WWK Schötland durch den erweiterten IG-Vorstand, war der Himmel am letzten Mittwoch mit schweren Wolken behangen. Herr Steinmann weiht uns mit verständlichen Ausführungen in die Besonderheiten dieses Pionierprojekts ein. Ihn hätte es gefreut, wenn in den häufig bewölkten Tagen der letzten Wochen auch entsprechend Niederschläge gefallen wären. Die Suhre verfügt seit längerem über das Minimum der in früheren Jahren gemessenen Wassermenge, was die Strom-Produktion des WWK zur Zeit drosselt.

Die IG Solar Mitglieder sind davon beeindruckt, wie es dem Hausbesitzer am Abfluss des Sempachersees in Zusammenarbeit mit dem benachbarten Landwirten gelungen ist, ein Stück des früher begradigten Bachlaufs zu renaturieren. Die sorgfältige Aufgleisung des Projekts unter Einbezug von Pro Natura und des Vogelschutzvereins ermöglichte es die Konzession in zehn Monaten bereits zu erhalten. Durch die Verbreiterung des Bachbetts kann das langsamer fliessende Wasser besser versickern und der Abnahme des Grundwasserstroms etwas entgegenwirken. Anders als beim Wasser, welches durch die Turbinen von üblichen Wasserkraftwerken geschleudert wird, bleiben die Mikroorganismen im Wasserwirbel lebendig, und das Bachwasser wird durch diesen noch mit Sauerstoff angereichert. Dass sich dank dieser nachhaltigen Landschaftsverbesserung im und am Wasser verschiedenste Kleinlebewesen wieder ansiedeln, bezeugten den Versammelten die zahlreichen Schwalben über ihren Köpfen.

Mit Interesse vernimmt die Runde weiter, dass zur Taufe der Anlage am 25.9.10 Bertrand Piccard erwartet wird. Weitere dreissig Projekte stehen bereits ins Planung, wofür die Genossenschaft WWK mit den Fachhochschulen Brugg/Windisch und Biel Forschung betreibt, welche u. a. auch vom EWZ unterstützt wird. 150 Mitglieder haben über die Landesgrenze hinaus bereits Anteilscheine unterzeichnet.