Tesla Energy: der Durchbruch für Solar? Ein historischer Moment?

Die Achillesverse von umweltfreundlicher Strom-Produktion wie Photovoltaik oder Windenergie, ist die massiv schwankende und nicht steuerbare Verfügbarkeit ihrer Energiequelle. Tesla Energy hat heute den Powerwall, eine Speicherung dieses Stroms, vorgestellt, die in Sprengkraft nicht zu unterschätzen ist.

Dabei spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle.

  • Preis: mit 350 Fr pro kWh Speicherkapazität ist die Lösung unschlagbar günstig. Dank der geplanten Tesla Gigafactory in Nevada und der Erfahrungen mit dem Tesla Roadster und Model S, kann sich Tesla dies leisten
  • Modularität: nicht nur können die einzelnen Powerwalls zusammengeschaltet werden, wodurch die Speicherkapazität jeweils mit 10kWh erweitert werden kann. Bis zu 9 Powerwalls können so installiert werden. Was fast noch wichtiger ist: die Lithium Ionen Module sind kleine, austauschbare Units mit jeweils einer Speicherkapazität eines Laptopbatteries. Die Kühlung und Steuerung wird viel einfacher, aber vor allem wird es irgendwann möglich sein, als nicht-Elektriker diese Units einzelnen heraus zu ziehen und auszutauschen. Wie bei Gasflaschen: dort verbrauche ich auch nur das Gas; die Stahlflasche tausche ich immer nur um.
  • Autonome Inselanlage: auch wenn's wirtschaftlich nicht nachvollziehbar ist; viele Besitzer einer PV Anlage träumen davon, irgendwann nur noch mit selbstproduziertem Strom aus zu kommen. Tagsüber laden, abends verbrauchen. Das ganze Jahr mit dem durchkommen, wird wohl nicht gehen, aber mit 6 kWh Verbrauch pro Person und Tag, reichen mir 2-3 Powerwalls um März bis September vom Netz unabhängig zu sein.

Der Tesla Powerwall, aber vor allem das Vorbild dass dieser abgibt, wird sich als einen richtigen Durchstarter der PV Energiegewinnung erweisen, wenn nicht sogar das riesige Potential endlich mal so richtig lostreten. So wie früher die Solarpanels den Preis der Anlage dominierten, sie aber 15 Jahre später dermassen viel wirtschaftlicher produziert werden, dass die "Intelligenz" der Anlage, sprich Wechselrichter, Planung etc., die Kostentreiber sind. So wird in Zukunft nicht die Speicherkapazität, sondern der intelligente Einsatz eines Speichers dominieren. Und auf diese Zeiten kann man sich nur freuen.